Bata Illic (86) ist seit über 50 Jahren ein Teil des deutschen Schlagers. Sein Erfolgssong „Michaela“ katapultierte ihn in den 1970er-Jahren zum Ruhm, und der Sänger denkt selbst mit 86 Jahren noch nicht daran, ganz aufzuhören. Aber gerade auf den großen Fernseh-Bühnen ist die Schlager-Legende kaum noch zu sehen. Es ist jedoch nicht so, dass Illic keine Lust mehr hätte. Es zeigt vielmehr die heutige Fernsehlandschaft in einem ernüchternden Licht. Er ist damit nicht der Einzige: Auch Kollegen wie Peter Kraus (87) und Laura Wilde (37) äußerten sich zuletzt öffentlich zu fehlenden Einladungen und dem Mangel an Abwechslung in großen Musikshows.
In einem Interview mit t-online.de wirft Bata Illic einen kritischen Blick auf die Veränderungen in seiner Branche ein. Neben der Musik habe auch die Beziehung zwischen Publikum und Künstlern einen Wandel erfahren. Er bedauert gleichzeitig das Verschwinden immer mehr klassischer Schlagersendungen. Vor allem das Aus von „Immer wieder sonntags“ trifft ihn ins Mark. Für ihn persönlich ist das jedoch nicht von großer Bedeutung, denn auf die Frage, wann er selbst wieder in einer großen Schlagershow auftreten werde, antwortet Illic nüchtern: „Gute Frage, ich würde ja gerne, aber leider lädt mich niemand ein.“ Trotz seines hohen Alters steht der Sänger weiterhin auf der Bühne. Auch ein Treppensturz Ende 2023, bei dem er sich die Hüfte brach, konnte ihn nicht auf Dauer stoppen.
Auch Laura Wilde, die deutlich jünger ist, übt Kritik an den Gästelisten der großen Schlagershows. „Ich finde es schade, dass immer die gleichen Leute in den TV-Shows sind“, äußerte die 35-Jährige 2024 gegenüber Schlager.de. Sie empfindet die Auswahl nicht nur im Hinblick auf ihre eigene Karriere als problematisch: „Da geht es ja nicht nur um mich, sondern auch um andere Kollegen.“ So kommt die Kritik mittlerweile aus unterschiedlichen Generationen des Schlagers.