Seit über 40 Jahren ist Andy Borg auf den Schlagerbühnen im deutschsprachigen Raum aktiv. Er moderiert die SWR-Show „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ seit 2018 regelmäßig vor einem Millionenpublikum. Sein Erfolgsgeheimnis? „Ich mache das, seit mir klar geworden ist, dass ich das Talent habe, Menschen mit meinem Lalala zu unterhalten. Und ich achte darauf, was sich das Publikum wünscht“, sagte er in einem Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung BLICK. Andy Borg nimmt also auch Veränderungen an, bei all den Traditionen, die beim „Schlager-Spaß“ gepflegt werden.
Eine Entwicklung missfällt dem 65-Jährigen jedoch völlig: der Einzug von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Schlager-Branche. „Es ärgert mich maßlos, weil alles konstruiert und nicht komponiert ist“, betonte der Sänger. Es scheint, dass ihm zunehmend KI-generierte Songs vorgeschlagen werden. „Wie andere Schlagerfuzzis sammeln wir das ganze Jahr über Lieder und erhalten Vorschläge für das nächste Album“ verriet Andy Borg. „Ich bekomme mittlerweile Demos, die von KI gesungen und arrangiert werden, wobei Texte und Melodien nicht komponiert, sondern wie ein Rezept eingegeben und vom Computer ausgegeben werden.“
Andy Borg bezeichnet die Entwicklung im Bereich der KI, die bereits in vielen Branchen Einzug gehalten hat, als „schrecklich und schade, schade, schade“. Für den ausgebildeten Mechaniker ist Musik ein Handwerk. Er macht deutlich, dass jeder Song von Menschen verfasst und gestaltet werden sollte.