80 Musikschaffende rebellieren gegen die Absetzung von "Immer wieder sonntags"

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In den vergangenen Wochen hatte Moderator Stefan Mross (50) wenig Grund zur Freude. Der SWR stellt seine ARD-Kultshow „Immer wieder sonntags“ nach der kommenden Staffel aus wirtschaftlichen Gründen ein. Über 30 Jahre war der Sommersonntag im Ersten für die Live-Sendung aus dem Europa-Park fest eingeplant. Jetzt erhebt sich starker Widerstand – und zwar aus der eigenen Branche.

Rund 80 Musikschaffende versammelten sich am Vorabend des Schlager-Wettbewerbs „Stauferkrone“ im baden-württembergischen Donzdorf zu einem Branchentreffen. Gemeinsam verabschiedeten Interpreten, Komponisten, Textdichter und Produzenten eine Resolution an die ARD-Gremien, um ein Zeichen zu setzen. Die Botschaft ist klar: Die Sendung muss bleiben.

Rüdiger Gramsch, der seit Jahren die „Stauferkrone“ organisiert, ist der Initiator des Protests. Für ihn stellt die Einstellung weit mehr dar als nur das Aus einer Fernsehsendung – sie sei ein gravierender Verlust für die gesamte deutschsprachige Schlagerindustrie. Nachwuchstalente und Künstler aus der Region hätten die Bühne im Europa-Park in den letzten zwanzig Jahren besonders als bedeutendes Sprungbrett genutzt.

Die Beteiligten bestehen darauf, dass Unterhaltung mit Schlager und volkstümlicher Musik auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einen festen Platz haben müsse. In der gemeinsamen Mitteilung wird ausgeführt, dass über die Hälfte der Bevölkerung diese Musikart gerne höre. Ohne Sendungen wie „Immer wieder sonntags“ sei die Gefahr groß, dass der Schlager aus dem Mainstream-Fernsehen endgültig verschwinde.

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