Wolfgang Petry: Grausam, ein Star zu sein

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Wolfgang Petry hat vor 20 Jahren seine Karriere beendet und erklärte diesen Schritt mit klaren Worten. Es sei für ihn „grausam, ein Star zu sein“, sagte er in einem schriftlichen Interview mit „t-online.de“. Seine „Nachdenklichkeit und Verschlossenheit“ seien eine Folge der steigenden Bekanntheit geworden. Der Sänger lebt seither größtenteils zurückgezogen, öffentliche Auftritte sind selten geworden, und auch Interview-Anfragen lehnt er normalerweise ab.

Wolfgang Petry hat seit dem Ende seiner Bühnenkarriere allerdings bereits vier Alben aufgenommen. Jetzt erscheint mit „Ein Leben lang“ sein fünftes Album – und wie er selbst betont, auch sein letztes: „Ich werde kein neues Album mehr machen. Aber Lieder schreibe ich weiter, Tag für Tag, und das ist ein ganz großes Privileg.“ Er lässt bewusst offen, was danach kommt. Der Sänger hat bis heute über 20 Millionen Tonträger verkauft.

In seinem Lied „Zehn Mark“ blickt er nostalgisch auf seine „alte Welt“ zurück. Moderne Dinge seien nicht sein Ding: „Da ich keine Kreditkarte besitze, gehe ich nicht mehr einkaufen. Zuvor war es für mich einfacher. Ich hatte zehn Mark bei mir, legte das Geld hin und ging wieder meiner Wege." Er vermisst generell bestimmte Werte im Alltag: „Es sind die kleinen Dinge. Manchmal etwas mehr Freundlichkeit oder auch ein bisschen mehr Fleiß.“

Auf die Frage, ob man in Deutschland das Füreinander-Einstehen verlernt habe, antwortet er: „Ich glaube ja. Im Alltag werden Kinder häufig sich selbst überlassen – ihren Schwierigkeiten, ihrem Essverhalten, ihren sozialen Einstellungen zum Leben und ihren Computern."

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