Welttag des Buches 2021

Am 23. April findet der „Welttag des Buches“ statt. Der Tag wurde 1995 von der UNESCO- gegründet, um Bücher und das Lesen zu feiern. Der 23. April ist nicht nur der Todestag der berühmten Schriftsteller William Shakespeare und Miguel de Cervantes. An diesem Tag ist auch der Namenstag des Volksheiligen St. Georg, auf den das Verschenken von Büchern zurückgeht.
In Deutschland finden rund um diesen Tag finden verschiedene Aktionen statt. Buchhandlungen verschenken das Welttagsbuch an Schulkinder und es finden Online-Lesungen statt. Die Livestreams werden u. a. über den Facebookaccount der cbj und cbt Verlage und auf litlounge.tv  übertragen.

Welttag des Buches an Grundschulen

Auch Schulen können diesen besonderen Tag, mit ihren Schülern, feiern. Wir haben eine Grundschullehrerin der 4. Klasse gefragt, wie sich das mit dem Lesen in der Schule verhält:

Heute, können Schulklassen an der Aktion „Ich schenk die eine Geschichte“ teilnehmen. Eine davon ist die Grundschule „Hohe Wacht“  in Saarbrücken. Stiftung lesen hat dazu Lesematerial bereitgestellt und Buchhandlungen verschenken Gutscheine an Schüler. Frau Kriz, die Lehrerin der Klasse 4.2, erklärt wie sie dieses Projekt, in ihrer Klasse, umsetzt

Nicht jeder Erwachsene und auch nicht jedes Kind liest gerne. Doch was passiert mit Kindern, die keine Freude am Lesen haben.

Es gibt verschiede Methoden, Kindern für das lesen zu begeistern.



In den Bestsellerlisten finden sich meistens  Krimis, Liebesschnulzen oder Sachbücher. Bei Kindern sind Detektivgeschichten hoch im Kurs.

Frau Kriz verrät was es außerdem noch für Aktionen gibt, die für die Grundschule geeignet sind:



Öffentliche Bücherschränke

Wer keine neuen Bücher kaufen will oder mit seinen eigenen Büchern anderen eine Freude machen will, kann öffentliche Bücherschränke nutzen. Das Prinzip ist denkbar einfach. Ein Buch, das nicht mehr gebraucht wird, wird in ein öffentlich zugängliches Regal gestellt, sodass sich andere dieses Buch unentgeltlich herausnehmen können.
Bei öffentlichen Bücherschränken handelt es sich um Regale, Vitrinen, alte Telefonzellen oder Hütten. Diese sind in der Regel 24h an 7 Tagen die Woche frei zugänglich und für alle Menschen nutzbar. 
büchertelefonzelle saarbruecken
Bücher, die nicht mehr gebraucht oder gelesen werden, können in das dafür vorgesehene Regal gestellt werden. Wer sich ein Buch ausleihen möchte, kann das anonym, ohne Formalitäten machen, indem er sich einfach ein Buch aus dem Regal nimmt. Der Ausleiher bringt das Buch dann in der Regel nach einer gewissen Zeit wieder zurück. Wenn es dauerhaft  ausgeliehen werden möchte, sollte es durch ein anderes Buch ersetzt werden, das nicht mehr gebraucht wird. Das Konzept ist nicht nur nachhaltig, sondern auch kostensparend. Bücherwürmer haben die Möglichkeit, neue Bücher zu entdecken, ohne Geld für Neuanschaffungen ausgeben zu müssen.
Zu finden sind die Standorte der öffentlichen Bücherschränke beispielsweise über die Internetseite OpenBookCase. Dort sind aktuell über 7800 öffentliche Bücherschränke weltweit eingetragen. Über 6000 alleine in Deutschland. Über die App BuchschrankFinder kann jeder selbst Änderungen vornehmen, hinzufügen oder löschen. Nach einer kurzen Prüfung der Seiteninhaber werden die Daten dann übernommen. Obwohl die meisten Bücherschränke in Deutschland zu finden sind, kommt die Idee ursprünglich aus Amerika. Die amerikanischen Künstler Michael Clegg und Martin Guttmann bauten Anfang der 90er Jahre Stromschaltkästen in Graz, Hamburg und Mainz zu offenen Bibliotheken um. Der erste offizielle Bücherschrank wurde 2002 in Bonn eröffnet.

Die Bücherschränke werden von sogenannten „Schrankpaten“ kontrolliert. Freiwillige Helfer kontrollieren die Regale mehrmals die Woche. Bücher die zu lange im Schrank stehen, werden nach einer Zeit komplett entfernt. Eine Aufgabe ist auch, allgemein Ordnung zu halten oder die Schränke von Müll zu befreien. Vandalismusschäden kommen immer häufiger vor.
anike kluever buecherbude
In Gummersbach hat sich Anika Klüver zusammen mit ihrem Vater ein altes Gerätehaus als Bücherschrank umgebaut. Sie nennt es liebevoll „Bücherbude“ . Ein eigener Bücherschrank war lange ihr Traum, den sie sich 2019 erfüllt hat.

Um die Mengen an Bücher kontrollieren zu können, ist Organisation gefragt. Anika Klüver hat hier ihre eigene Methode entwickelt.

Wer ein Buch behalten möchte, tauscht es am besten gegen eines aus, dass er oder sie nicht mehr braucht. Die öffentlichen Bücherregale erleben einen regen Zulauf. Das bestätigt auch Anika Klüver:

Anika Klüver kann ihre Bücherbude durch ihr Küchenfenster sehen und hat alles gut im Blick. Einen Schranknutzertyp kann sie nicht erkennen. Manche Bücher sind dennoch beliebter als andere.
Die Schrankpatin Anika Klüver im Radio Schlager-Paradies-Interview über ihre „Bücherbude“, einer von vielen öffentlichen Bücherschränken, der die Menschen dazu bringen will, wieder öfter zu einem Buch zu greifen.

6 Gründe warum das Lesen einen positiven Einfluss auf unser Leben hat

Lesen fördert die Kreativität

Das Kopfkino, welches entsteht wenn man in ein gutes Buch versunken ist, fördert die Kreativität. Die Vorstellungskraft wird geschult. Das zeigt sich schon bei Kindern, die regelmäßig lesen. Kreativität ist nicht nur eine künstlerische Kompetenz, sie kann auch dabei helfen Probleme zu lösen.

Lesen macht Einfühlsam
Lesen fördert das Empathievermögen, das hat eine Studie der New School forSocial Research in New York ergeben. Das ist hilfreich wenn man sich in andere Menschen hinein versetzten möchte. Vor allem in Streitgesprächen kann es erleichternd sein, sich in die andere Person einfühlen zu können.
Lesen fördert die Konzentration
Bücher haben, in der Regel, mehr als drei Seiten. Wer regelmäßig Bücher liest, fördert auch seine Konzentration. In der heutigen Zeit, nimmt die Fähigkeit eine  lange Aufmerksamkeitsspanne aufrecht zu erhalten, immer mehr ab. Es kommt häufiger vor, dass Menschen nur noch Überschriften lesen. Doch die Fähigkeit sich konzentrieren zu können, kann sehr nützlich sein. Vor allem wenn man sich mit einer langwierigen Aufgabe beschäftigen möchte oder muss.
Lesen erweitert den Wortschatz
Wer viel liest, tut auch etwas für seine Sprachkompetenz. Das ist ähnlich, wie bei dem Vokabeln lernen. Je öfter man ein neues Wort wiederholt, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich einprägt. Beim Lesen passiert das ganz automatisch. Übrigens fördert Vorlesen, dass neue Wörter von dem passiven in den aktiven Sprachgebrauch wandern.
Lesen hilft beim Schreiben
Eine Studie der University of California hat ergeben, dass regelmäßiges Lesen, Einfluss auf den Schreibstil des Lesers hat. Die Art wie der Autor schreibt färbt auf den Leser ab. Das beeinflusst Erzähltechniken und den Schreibfluss.
Lesen kann Alzheimer vorbeugen
Menschen die auch im Alter mental fit bleiben wollen, sollten sich geistig weiter fordern. Das zeigen Studien die sich mit dem Gedächtnis beschäftigen. Eine besonders gute Art das Gehirn zu trainieren, ist das Lesen. Denn dadurch nimmt man immer wieder neue Informationen auf, was wiederrum das Gedächtnis aktiviert.